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Hans Scharoun, 1960. Foto: (c) ChristianFessel.de

Charlottenburg-Nord

For english language tours, see this page, please.

  • Fotomotive
  • 2.5 Stunden
  • Max. 25 Personen

Gibt's da 'was zu sehen?

Diese Frage wird fast immer als Erstes gestellt. Antwort: Ja, klar!

Dies ist der Ortsteil mit mehr als doppelt soviel "grüner Lunge" wie bebaute Flächen.
Mit einem UNESCO-Welterbe, zwei Gartendenkmälern und extrem vielen denkmalgeschützten Gebäuden.
Die Architektur reicht von sachlich-strikt, über "organisch" bis hin zu quietschbunt.
Hier befindet sich Berlins zweitgrößter Volkspark und die mit wichtigsten Gedenkstätten.
Große Namen haben hier großes geschaffen: Hans Scharoun und Erwin Barth sind wohl die bekanntesten.
Drei U-Bahnhöfe (einer davon unter Denkmalschutz stehend) und ein S-Bahnhof.

Kurz: Einfach, vielfältig, überraschend.

Die Geschichte von Charlottenburg-Nord ist kurz aber spannend.
Auf unserer Tour werden wir sehr viel dazu erfahren. Hier, stark gekürzt, die markantesten Daten:
Waldgebiet in einem Gutsbezirk bis etwa 1904, dann Kauf des Geländes durch die Stadt Charlottenburg / 1928 Bau des Volksparks / 1930 entsteht die "Großsiedlung Siemensstadt", das heutige Welterbe / 1960 Hans Scharoun baut die Siedlung "Charlottenburg-Nord", beispielhaft für "organisches Bauen" / 1964 wird die Paul-Hertz-Siedlung errichtet. / Seit 2004 ist Charlottenburg-Nord offiziell Ortsteil von Charlottenburg-Wilmersdorf.

Die Paul-Hertz-Siedlung. Hier beginnen wir unseren Rundgang. Um das Jahr 1964 herum gebaut, leidet sie heute unter ihrer Insellage:
Im Westen und Süden wird sie durch die Autobahn begrenzt, im Norden und Osten durch große Kleingartenanlagen.
Dies war seinerzeit nicht so gewollt.
Dennoch begegnen uns hier schon durchgrünte und mit Farbakzenten versehene Zeilenbauten.

Die Gedenkstätten.
Maria Regina Martyrum, die „Gedächtniskirche der deutschen Katholiken zu Ehren der Blutzeugen für Glaubens- und Gewissensfreiheit in den Jahren 1933–1945“.
Um 1962 erbaut gilt sie als herausragendes Beispiel einer gelungenen Einheit von Kirchenbau und Bauplastik.
Direkt angrenzend befindet sich ein Kloster der Unbeschuhten Karmelitinnen, der Karmel Regina Martyrum. Die Gedenkkirche ist zugleich auch Klosterkirche der Karmelitinnen.

Die Kirche im Gemeindezentrum Plötzensee, gleich nebenan, zeigt den Bilderzyklus "Plötzenseer Totentanz" von Alfred Hrdlicka

Die beiden Orte Innen zu besuchen würde unseren Zeitrahmen sprengen. Der Zugang ist allerdings problemlos gegen Pfand möglich und stellt sicherlich einen gelungen Abschluss unser Tour in Eigenregie dar (siehe auch "Gedenkstätte Plötzensee" ganz unten).

Es gab einmal Pläne den Flughafen Tegel mit einer U-Bahn an das BVG-netz anzubinden. Durch die Entscheidung für den BER wurden dieses Vorhaben aufgegeben. Die Paul-Hertz-Siedlung hätte damit einen zweiten U-Bahnhof bekommen (und Charlottenburg-Nord seinen vierten!). Wer weiß wo?

Hans Scharoun entwickelte als Stadtrat und Leiter eines Planungskollektivs 1945/46 richtungsweisende, auch stark umstrittene, Konzeptionen für den Wiederaufbau Berlins. Dabei konnte er auf seine Erfahrungen in Siemensstadt 1930 zurückgreifen.
In Charlottenburg-Nord war es ihm leider nur ansatzweise möglich, seine Ideen umzusetzen.
Scharouns ursprüngliche Planung beruhte auf einer sozialstatistischen Untersuchung seiner Mitarbeiter an der TU Berlin. Die Wohnbedürfnisse der verschiedensten Bevölkerungsgruppen sollte aufgenommen, der soziale Querschnitt Arbeiter, Angestellte, Selbständige und Akademiker umfassen: Die so genannten Wohngehöfte, die neben Wohnungen auch Kultureinrichtungen, z.B. Kinos und Restaurants, vorsahen. Fast jene “Kreuzberger Mischung”, deren Wert für Stadtbildung und menschliches Zusammenleben erst mit der “Internationalen Bauausstellung” von 1984/87 wieder entdeckt wurde.
Allerdings lies die Teilung des Gesamtgeländes in zwei Planungsbereiche, von denen die GSW nur den südlichen zugewiesen bekam, und die strengen Vorschriften für den “Sozialen Wohnungsbau” nur eine vereinfachte Form zu.
Dennoch gelang es Hans Scharoun neue Ideen zu verwirklichen. Dennoch ist bei den Wohngehöften letztlich alles entfallen, was das Wort “Gehöft” beinhaltete.
Scharouns visionäre Konzepte, die sozialstatistischen Untersuchungen, die Mischung von Wohnen und Arbeiten und die “Nachbarschaften” sind heute aber aktueller denn je, alle anspruchsvollen Stadtsanierungen und –planungen folgen heute seinen Überlegungen.
Sein hier genutztes Atelier ist noch vorhanden. Auf ausgewählten Touren werden wir es besuchen.

Die Gedenkstätte Plötzensee wurde 1952 nach Plänen von Bruno Grimmek auf dem Gelände der NS-Hinrichtungsstätte im Strafgefängnis Plötzensee eingerichtet. Sie erinnert an die etwa 3000 hier durch Fallbeil oder Strang hingerichteten Männer, Frauen und Jugendlichen. Der Hüttigfad, Zugangsstraße zu der unter Denkmalschutz stehenden Gedenkstätte, wurde nach dem Kommunisten Richard Hüttig benannt. Er war der erste hier im Jahr 1934 von den Nazis hingerichtete politische Gefangene.
Leider ist es für uns zeitlich nicht zu schaffen, zu dieser Stätte zu gehen. Ein Besuch dort ist jedoch dringend zu empfehlen. Nehmen Sie nach Ende der Tour einfach Bus 123 (Richtung Hauptbahnhof), der bringt Sie fast bis vor den Eingang.

Fotomotive

Interessante Zeilenbauten des "organischen Bauens" der Nachkriegszeit.
Die Anlage des riesigen Volkspark Jungfernheide.
Die bunten Häuser der Gewobag.
Sehr exklusiv: Das ehemalige Atelier von Hans Scharoun.

Einfach Erreichbar

Zum Treffpunkt am Goebelplatz kommen Sie mit der U7 vom Bahnhof Siemensdamm oder Halemweg und etwa 5 Minuten Fussweg oder direkt mit dem Bus 123.
Parkplätze sind zumeist in geringer Laufdistanz zu finden.
Fahrzeuge von DriveNow können an der Nonnendammallee abgestellt werden.

Gruppen / Englisch

Gruppenführungen und Touren in englischer Sprache bei flexibler Terminabsprache gerne auf Anfrage.

Ablauf

In Planung! So nicht garantiert.

Treffpunkt an der Infostation am Goebelplatz
UNESCO-Welterbe
Goebelplatz
Volkspark Jungfernheide
Germania
Meister des "organischen Bauens"
Exklusiver Besuch des ehem. Ateliers von Hans Scharoun
Auf höchstem Niveau
Stadtumbau
10 Jahre Bebauung
Bunt, bunt, bunt und Grün
Rundgang Car-Hertz-Siedlung
Sakralbauten
Ende am U-Bahnhof Jakob-Kaiser-Platz

Mit der Teilnahme an einer Tour stimmen Sie, ergänzend zu den AGB, folgenden zwei Punkten zu.
Sollten Sie für eine andere Person (mit)buchen, holen Sie bitte entsprechend die Genehmigung ein.

  • Zum Zwecke der Dokumentation und Eigenwerbung werden eventuell Foto- oder Filmaufnahmen während der Tour angefertigt. Sollten Sie darauf erkennbar sein, stimmen einer Veröffentlichung honorarfrei zu.
  • Die Teilnahme geschieht auf eigene Gefahr, ein Versicherungsschutz seitens des Veranstalters besteht nicht.

Bewertungen

(Allgemein und unsortiert von diversen Platformen wie Google, Yelp, etc.)

Nach einem Rundgang mit enormem Wissen nach Hause gegangen! Toll.
Leonie Spitzer (auf Google)
Oktober 2018
Die Ringsiedling ist ein sehr spannendes Zeitzeugnis für sozialen Wohnungsbau der 30er Jahre. Man bekommt einen tollen Überblick über die progressiven Ideen der Architekten. Die Führung durch die Siedlung war richtig spannend. Viele Hintergrundiformationen.
Georg Charmbalis (auf Google)
Oktober 2018
Glückwunsch all denen die per Losverfahren an dieser exclusiven Führung teilnehmen dürfen. Inspiriert durch das Interesse am Thema Bauhaus meines Wochenend-Besuches hatte ich mich vorab an Christian Fessel gewand . Er hat uns in seiner Infostation an der Goebelstrasse in Siemensstadt mit viel Wissen und seiner unglaublichen Begeisterung auf die kurze aber interessante Führung der Infostelen durch das UNESCO Weltkulturerbe Siemensstadt bestens vorbereitet. Wir waren total begeistert (danke nochmal an C.F.,( er weiss schon warum 🙂 Euch allen viel Spass am 10.4.
Angelika V. (auf nebenan.de)
April 2019

Termine

gibt es bald

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Weitere Tourenvorschläge:

€ 11,-

/ Person
UNESCO World Heritage Site “Ringsiedlung Siemensstadt”
Der Klassiker

UNESCO-Welterbe

Die "Großsiedlung Siemensstadt".
Herausragendes Beispiel der "Berliner Moderne"

€ 11,-

/ Person
In Kürze

Siemensstadt 1.0

Ausgebucht

London

Crossrail

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