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Stadtführung:
„Siemensstadt Industriekultur“
Wie und warum hier alles begann.

„Eigentlich sprach alles gegen diesen Standort“

Georg von Siemens

Und doch:
Am 3. November 1897 erfolgte der Grundbucheintrag für die erste Parzelle.
Zwei Jahre später fing das Herz der neuen Industrieanlagen an, zu schlagen.

Dauer:2.5 Stunden
Länge:Etwa 2,5 Km
Treffpunkt:Spandau – Siemensstadt, Nähe U-Bahnhof „Rohrdamm“
(siehe unten)

Bitte nehmen Sie an meiner kleinen (nur zwei Fragen), anonymen Umfrage teil, um künftige Angebote zeitlich optimal anzupassen. Vielen Dank.

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Diese Führung behandelt die Entstehung der Siemensstadt, die Industriekultur sowie Wohnen und Freizeit.
Die sogenannte Siemensbahn, sowie die hiesige Verkehrssituation und -erschließung zwischen 1897 und 1930 beleuchte ich intensiv auf der Stadtführung „Die Siemensbahn in Spandau“
Zudem biete ich eine spezielle Tour zu den Sakralbauten der Siemensstadt in Spandau an.

Wie begann es und wie lebte es sich hier?

Damals, in der Siemensstadt 1.0.
Damals, als die Siemensstadt noch nicht Siemensstadt hieß.
Damals, als nur ein kleiner Teil überhaupt zu Spandau gehörte.

Zwei Architekten prägen das Erscheinungsbild. Einer entwickelte den Masterplan und ist doch fast vergessen.
Der andere kreierte den typischen, architektonischen „Siemens-Stil“. Oder besser: zwei Stile. Einen für Industriebauten, heute gerne als Industriekultur bezeichnet, und einen anderen für Wohnen und Freizeit, völlig unterschiedlich.

Eine Führung als spannende Erlebnisreise durch die Entstehungsgeschichte einer künstlichen Stadt im heutigen Bezirk Spandau, gegen alle (unvermuteten) Widrigkeiten.

Industriekultur trifft Wohnungsbau.
Baudenkmal neben Verkehrsdenkmal neben Gartendenkmal neben Industriedenkmal.

Als privat errichtete “Industriestadt“ am Rande Berlins stellt die Siemensstadt ein interessantes Phänomen nicht nur im Hinblick auf die Firmengeschichte von Siemens und deren sozialpolitische Aktivitäten und städtebauliche Entwicklungen dar, sondern auch beim Verhältnis von Stadt- und Privatunternehmen und dessen Auswirkungen auf den Stadtraum. Bis heute.


Vorab:
Die Siemensstadt in Spandau markiert keineswegs den Beginn des Siemens-Konzerns. Dieser Schritt vollzog sich mit der Gründung von Siemens & Halske bereits im Jahr 1847.
In den folgenden fast genau 50 Jahren wuchs das Unternehmen von einem kleinen Hinterhofbetrieb zu einem Weltkonzern heran.
Dieser spannende Teil, also die komplette Entstehungsgeschichte, mit Beispielen für Industriekultur in Berlin, kann für Gruppen als Vortrag oder Tagestour arrangiert werden.


Hier Sumpf, dort Sand. Schwieriger Baugrund.
Keine Straßen, nur unbefestigte Wege.
Kein Strom oder Gas.
Mühsamer Ankauf unzähliger, verstreuter Parzellen von einer Vielzahl an Bauern.
Mit zwei Landkreisen und den beiden Städten Spandau und Charlottenburg, musste dauernd über Landkauf, Steuern und Erschließung verhandelt werden.
Und es gab eine Standortalternative mit niedrigerem Lohnniveau.
Warum entschied sich Siemens für dieses abgelegene Nichts?

Zudem wollte nicht jeder, das sich der Konzern hier ansiedelt. Jahrelange Auseinandersetzungen führten sogar zu einem Baustopp beim Wohnungsbau. Und fast zur Abwanderung.
Der Name Siemensstadt war noch nicht einmal geboren, da hätte der Konzern sein Engagement an diesem Ort schon wieder eingestellt.
Dann eine wegweisende Entscheidung, die den Verbleib sicherte.
Noch heute sind Spuren dieses zweiten Geburtstages zu sehen.

Karl Janisch und Hans Hertlein. Die Architekten der Siemensstadt in Spandau.
Umbruch im Jahre 1914: Janisch geht und Hertlein übernimmt. Diese beiden Männer prägen das Erscheinungsbild der Siemens Industriekultur in der ganzen Welt.
Hier allerdings gestalten sie gleich eine ganze Stadt: nicht nur Werksbauten, sondern auch Wohn- und Freizeitgebäude inklusive Masterplan der verkehrstechnischen Erschließung.
Völlig unterschiedliche architektonische Ansichten und Möglichkeiten lassen sich bis heute bewundern. Oft direkt nebeneinander.
Eine Modellstadt für das Zusammenspiel Arbeit – Wohnen – Freizeit.

Und:
Wer war eigentlich der Gründer der (späteren) Siemensstadt hier in Spandau?

Treffpunkt:Vor dem ehemaligen Siemens Laboratorium.
Anschrift:Rohrdamm 22, 13629 Berlin
Kosten:€ 15,- pro Person, leider keine Ermäßigungen.
Die „Berlin Welcome BACK Card“ wird akzeptiert.
AnmeldungDerzeit ist keine Anmeldung nötig und die Mindestteilnehmerzahl ist auch aufgehoben.
Sofern es keinen heftigen Regen gibt, findet die Tour statt.
Seien Sie einfach etwas früher am Treffpunkt, damit wir pünktlich starten können.
HygieneEs gelten die derzeitigen Hygienebestimmungen:
Maskenpflicht, Listeneintrag und Abstandsregeln.
Anbindung:U7 Bahnhof „Rohrdamm“, Ausgang „Rohrdamm / Wernerwerkdamm“ oder Buslinien 123 & 139, Haltestelle „U-Bhf Rohrdamm“.
Dann nur etwa 150m zu Fuß in südlicher Richtung entlang des Rohrdamm.
Endpunkt:Es ist eine Einwegtour.
Vom Endpunkt aus kommen Sie per Bus oder kurzem Spaziergang (etwa 10-15 Min) zum Startpunkt zurück.
CarSharing:Fahrten von WeShare, DriveNow, Car2Go, ShareNow können entlang der
Nonnendammallee am U-Bahnhof „Rohrdamm“ beendet werden.
Fahrrad:Vor dem Siemens Verwaltungsgebäude/Denkmal, am Eingang zum U-Bhf. „Rohrdamm“, sind viele Fahrradplätze vorhanden.
WICHTIGDie Teilnahme an den Führungen erfolgt auf eigene Gefahr.
Es können Foto- oder Videoaufnahmen erstellt werden, die eventuell für Veröffentlichungen mit Bezug zu „Mann mit Hut Touren“ verwendet werden.
Mit einer Teilnahme erklären Sie sich damit einverstanden (Rechtshinweis HIER).
Selbstverständlich freue ich mich auch immer über Fotos/Videos, die mir von Teilnehmern zugesandt werden. Bitte nennen Sie mir den Namen, der im Falle einer Nutzung neben dem Foto stehen soll und verwenden Sie diese E-Mail:
info@mannmithuttouren.de oder nutzen Sie den Hashtag #MmhtBln
Vielen Dank

Text und sämtliche Fotografien: © Christian Fessel


Was Teilnehmer sagen:

Nach einem Rundgang mit enormem Wissen nach Hause gegangen! Toll.

Leonie Spitzer (auf Google)

(…) Bei den Teilnehmern der Gruppe kommt Fessels Führung sehr gut an. „Ich bin ganz begeistert und kannte die Siedlung ehrlicherweise vorher nicht“, sagt Christoph Ronner, selbst Architekt. (…)

Zitat aus einem ganzseitigen Artikel über die „Welterbe“-Führung in der Berliner Morgenpost. 6. Juli 2019

Discovered Siemensstadt with infostation! I learned so much, was a great guide and super interesting. Wonderful.

Leon L. (on TripAdvisor)

Die Ringsiedlung ist ein sehr spannendes Zeitzeugnis für sozialen Wohnungsbau der 30er-Jahre. Man bekommt einen tollen Überblick über die progressiven Ideen der Architekten. Die Führung durch die Siedlung war richtig spannend. Viele Hintergrundinformationen.

Georg Charmbalis (auf Google)

Glückwunsch all denen die per Losverfahren an dieser exklusiven Führung teilnehmen dürfen.
Inspiriert durch das Interesse am Thema Bauhaus meines Wochenend-besuches hatte ich mich vorab an Christian Fessel gewandt.
Er hat uns in seiner Infostation an der Goebelstrasse in Siemensstadt mit viel Wissen und seiner unglaublichen Begeisterung auf die kurze aber interessante Führung der Infostelen durch das UNESCO-Weltkulturerbe Siemensstadt bestens vorbereitet.
Wir waren total begeistert (danke nochmal an C.F., er weiss schon warum 🙂
Euch allen viel Spass.

Angelika V. (auf nebenan.de) – „Welterbe“-Führung