Stichwort & Enter

Stadtführung:
„Wohnen im Weltkulturerbe“

Bauhaus neben organischer Architektur. Spandau neben Charlottenburg.

Sechs Architekten, ein Gartenarchitekt und 14 unterschiedliche Zeilen.

1929-31 erbaut.

Ihrer Zeit weit voraus.

Daher:
Sogar ein UNESCO-Weltkulturerbe:
Die „Siedlungen der Berliner Moderne“

Dauer:2.5 Stunden
Länge:Etwa 2,5 Km
Treffpunkt:„Infostation Siemensstadt“
(genaue Angaben unten)
Wenn Sie Interesse an der Entstehung der Siemensstadt, dem Namensgeber dieses Welterbes haben, möchte ich Sie vorab gerne auch auf die ergänzenden Touren hinweisen:
Die Entstehung der Siemensstadt, die Industriekultur, sowie die Wohn- und Freizeitbebauung wird intensiv bei der Stadtführung „Siemensstadt 1.0“ behandelt.
Die sogenannte Siemensbahn, sowie die hiesige Verkehrsproblematik und die kreativen Lösungen zwischen 1897 und 1930 ist Thema der Stadtführung „Die Siemensbahn„.
Zudem biete ich eine spezielle Stadtführung zu den Sakralbauten der Siemensstadt an.
Siemensstadt, UNSCO-Welterbe "Berliner Moderne", Hans Scharoun, westl. Zeile.
Siemensstadt, UNESCO-Weltkulturerbe „Berliner Moderne“, Hans Scharoun, westl. Zeile.

Das UNESCO – Weltkulturerbe.
Siedlungen der Moderne.

Einige Siedlungen der Weimarer Republik repräsentieren einen neuen Typus des sozialen Wohnungsbaus aus der Zeit der klassischen Moderne und übten in der Folgezeit beträchtlichen Einfluss auf die Entwicklung von Architektur und Städtebau aus: die sogenannten „Siedlungen der Berliner Moderne“

Architekten gaben auf höchstem Niveau eine städtebauliche und architektonische Antwort auf die Wohnungsfrage der Kaiserzeit:
Rationell geschnittene, modern ausgestattete und bezahlbare Wohnungen mit Küchen, Bädern und Balkonen.
In Häusern ohne Hinterhof und Seitenflügel, dafür mit
Licht, Luft und Sonne.

Die qualitätsvolle Baukunst, die moderne Formensprache, die funktionalen Wohnungsgrundrisse und die städtebaulichen Figuren der Siedlungen lieferten international diskutierte und adaptierte Vorbilder für das ganze 20. Jahrhundert.
Planung und Bau der Siedlungen markierten einen historischen Wendepunkt im Städtebau und Wohnungswesen, wie er vielleicht nur unter den einmaligen politischen und gesellschaftlichen Bedingungen der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg möglich sein konnte?

Als Gegenmodell zur privatwirtschaftlichen Bauspekulation mit ihren Mietskasernen sollten sie eine neue Architektur für eine neue Stadt in einer neuen Gesellschaft verwirklichen. Ästhetische Vorstellungen der Avantgarde aus Kunst und Architektur verbanden sich dabei mit den sozialen Ideen der politischen Linken.
Gewerkschaftliche, genossenschaftliche und städtische Baugesellschaften wurden zu den Trägern dieser gebauten Utopie. Die Wohnanlagen stellen einen neuen architektonischen Typus dar. Die modernen Siedlungsstrukturen hoben sich stark von den zeitgenössischen Mietskasernen ab und ermöglichten einen gesünderen, höheren Lebensstandard auch für die ärmeren Bevölkerungsschichten.

In der Folgezeit übten die Anlagen großen Einfluss auf die Entwicklung des sozialen Wohnungsbaus und somit auf Architektur, Städtebau und Landschaftsgestaltung aus.

Wer verstehen will, warum sechs Wohnsiedlungen in Berlin die Weihe des Welterbes erlangt haben, darf dabei nicht nur auf die Fassaden schauen.
Es geht hier weniger um die Anerkennung kühner Bauästhetik, als um die Würdigung einer Idee, der Idee des genossenschaftlichen Wohnungsbaus.
Nicht Geld zu machen mit Mieteinnahmen, sondern Wohnraum, Lebensraum für die vielen zu schaffen, die sich in den Hinterhöfen drängten, das war der Gedanke.
Der soziale Gedanke schlechthin.

In den Jahren der Weimarer Republik wurden die Siedlungen größer, städtischer, auch monumentaler. Aber immer hielten sie sich an den Gedanken eines durchgrünten städtischen Raums. Gleichzeitig bestimmten konsequente Funktionalität, Reihung, Sachlichkeit die Architektur des „Neuen Bauens“.
So entstanden Gebäudekomplexe von großer Überzeugungskraft und zeitloser Modernität.

Eine Stadtführung in Berlin:
Spandau? Siemensstadt? Charlottenburg?

In Weimar, Dessau und Berlin wurde 2019 das hundertjährige Jubiläum der Bauhaus – Bewegung begangen. Vielen Interessierten ist unbekannt, dass die Siemensstadt im Berliner Bezirk Spandau dazu erheblich beitragen kann.

Das UNESCO-Welterbe „Großsiedlung Siemensstadt“ in Spandau verfügt über einen großen Bestand an hervorragend erhaltener Bauhaus-Architektur von 1930.
Dies noch dazu im Wechsel mit der sog. organischen Architektur.
Diese Führung bietet eine fast einmalige Vergleichsmöglichkeit der beiden Richtungen in einem Bauprojekt.

Durch ein Welterbe spazieren, das viele Fußballfelder groß ist?
Das geht tatsächlich, bei einer Stadtführung durch das UNESCO-Welterbe „Großsiedlung Siemensstadt“ in Spandau und Charlottenburg.
Dabei geht es nicht nur um die architektonischen Höhepunkte, es wird auch viel Interessantes über das Berlin um 1930 erläutert.

Fragen über Fragen

  • Für wen war die Siedlung konzipiert, wer hat hier eigentlich gewohnt?
  • Haben die Architekten die Einkaufsmöglichkeiten vergessen?
  • Was hatte Siemens mit dem Projekt zu tun?
  • Was bedeutet der Name „Ringsiedlung“?
  • Und liegt die Siedlung nicht komplett in Charlottenburg?
  • Wie viele Siedlungen gehören zu den „Siedlungen der Berliner Moderne“?

Diese und viele weitere Fragen werden bei einer zweieinhalbstündigen Stadtführung beantwortet.
Dabei gibt es auch viele teilweise versteckte Besonderheiten an den Bauten und Grünanlagen zu entdecken.
Außerdem gehen wir auf die Ausgangssituation und Hintergründe der „Berliner Moderne“ und des Baus der Siedlung ein.


Tip:

Hans Scharoun hat das Gesamtkonzept für diese Siedlung erstellt und auch selbst hier gelebt! Aber wussten Sie, dass er 25 Jahre später auch die Siedlung „Charlottenburg-Nord“ erbaut hat? Die mit dem Hochhaus schräg gegenüber der Infostation.
Hier lebte er bis zu seinem Tode. Sein Atelier ist museal erhalten und mit mir bei einer Stadtführung zu erkunden.

Näheres dazu finden Sie in der Tourenbeschreibung zu „Charlottenburg-Nord„.


Zeitung & Radio

Zu dieser Führung gab es einen ganzseitigen Artikel in der
Berliner Morgenpost


Zum Architekten Fred Forbàt und dem Bauhaus
gibt es kleines Feature auf rbb kulturradio mit mir:

Die im Beitrag genannten Zeiten der Führungen ändern sich ab 2020.
Beachten Sie bitte den Kalender, der ab Anfang Juni online sein wird.


Beachten Sie auch weitere Medienberichte auf der Seite meiner Referenzen.


Treffpunkt:„Infostation Siemensstadt“ am Goebelplatz
Anschrift:Goebelstr. 2, 13627 Berlin – Charlottenburg
Kosten:€ 15,- pro Person, leider keine Ermäßigungen.
Anbindung:U7 Bahnhof „Halemweg“ + 8 Gehminuten oder
Bus 123, Haltestelle „Goebelplatz“ + 30 Meter.
Endpunkt:Es ist ein Rundgang.
Wir beenden die Tour wieder an der „Infostation“
CarSharing:Fahrten von WeShare, DriveNow, Car2Go, ShareNow können entlang des
Siemensdamm beendet werden. Am Besten nah der S-Bahnbrücke, von dort sind
es dann etwa 8-10 Gehminuten zum Treffpunkt.
Auto:Normalerweise gibt es ausreichend kostenlose Parkplätze in unmittelbarer
Nähe der „Infostation“.
Fahrrad:Es ist eine Rundwanderung, sie können ihr Fahrrad am Treffpunkt abstellen.
Gepäck kann gerne in der während der Führung verschlossenen Infostation gelagert werden (kostenfrei, Haftung ausgeschlossen).
WICHTIGDie Teilnahme an den Führungen erfolgt auf eigene Gefahr.
Es können Foto- oder Videoaufnahmen erstellt werden, die eventuell für Veröffentlichungen mit Bezug zu „Mann mit Hut Touren“ verwendet werden.
Mit einer Teilnahme erklären Sie sich damit einverstanden (Rechtshinweis HIER).
Selbstverständlich freue ich mich auch immer über Fotos/Videos, die mir von Teilnehmern zugesandt werden. Bitte nennen Sie mir den Namen, der im Falle einer Nutzung neben dem Foto stehen soll und verwenden Sie diese E-Mail:
info@mannmithuttouren.de oder nutzen Sie den Hashtag #MmhtBln
Vielen Dank

Was Teilnehmer sagen:

(…) Bei den Teilnehmern der Gruppe kommt Fessels Führung sehr gut an. „Ich bin ganz begeistert und kannte die Siedlung ehrlicherweise vorher nicht“, sagt Christoph Ronner, selbst Architekt. (…)

Zitat aus einem ganzseitigen Artikel über die Führung in der Berliner Morgenpost. 6. Juli 2019

Die Ringsiedlung ist ein sehr spannendes Zeitzeugnis für sozialen Wohnungsbau der 30er-Jahre. Man bekommt einen tollen Überblick über die progressiven Ideen der Architekten. Die Führung durch die Siedlung war richtig spannend. Viele Hintergrundinformationen.

Georg Charmbalis (auf Google)

Nach einem Rundgang mit enormem Wissen nach Hause gegangen! Toll.

Leonie Spitzer (auf Google)

Discovered Siemensstadt with infostation! I learned so much, Christian was a great guide and super interesting. Wonderful.

Umberto (Eintrag im Gästebuch)

Glückwunsch all denen die per Losverfahren an dieser exklusiven Führung teilnehmen dürfen.
Inspiriert durch das Interesse am Thema Bauhaus meines Wochenend-besuches hatte ich mich vorab an Christian Fessel gewandt.
Er hat uns in seiner Infostation an der Goebelstrasse in Siemensstadt mit viel Wissen und seiner unglaublichen Begeisterung auf die kurze aber interessante Führung der Infostelen durch das UNESCO-Weltkulturerbe Siemensstadt bestens vorbereitet.
Wir waren total begeistert (danke nochmal an C.F., er weiß schon warum 🙂
Euch allen viel Spaß.

Angelika V. (auf nebenan.de)

Text und alle Fotografien dieser Seite: © ChristianFessel.de

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Bauhaus neben organischer Architektur. Sechs Architekten, ein Gartenarchitekt und 14 unterschiedliche Zeilen. 1931/34 erbaut. Und: seiner Zeit weit voraus. Ein UNESCO-Weltkulturerbe. Siedlungen der Berliner Moderne.

Servicetyp: Stadtführung

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