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Tour:
Charlottenburg-Nord

Charlottenburg-Nord?

Gibt‘s da denn ‘was zu sehen?

Mehr Grüngebiete als bebaute Flächen. Die architektonische Gestaltung reicht von sachlich-strikt über organisch bis zu quietschbunt.
Sozialer Brennpunkt, berühmte Gedenkstätten und Berlins zweitgrößter Park. Dazu ein UNESCO-Welterbe und eine unvermutet hohe Dichte an denkmalgeschützten Gebäuden.
Und: Eine museal erhaltene, architektonische Perle. Exklusiv.
Entdecken Sie die Vielfalt.
Oder, als Antwort auf die Eingangsfrage: Ja, klar !

Dauer:2.5 Stunden
Länge:Etwa 1,4 Km
Treffpunkt:„Infostation Siemensstadt“, Nähe Goebelplatz
(siehe unten)

Welterbe

Bringen Sie den Ortsteil Charlottenburg-Nord mit einem UNESCO – Weltkulturerbe in Verbindung? Nein? Das wird sich nach dieser Führung geändert haben.
Tatsächlich beginnen wir direkt im Welterbe. Die Infostation Siemensstadt wurde vor ein paar Jahren saniert und sieht nun wieder fast so aus wie zur Eröffnung 1930. Dieser ungewöhnliche Ladenbau, sowie die sich anschließenden drei Zeilen des Bauhaus-Architekten Fred Forbat stellen den östlichen Abschluss des Welterbes dar. Andere, große Namen sind beispielsweise Walter Gropius und Hans Scharoun. Letzteren treffen wir auch auf unserer Tour wieder.
Tip: Das Welterbe selbst lernen Sie intensiv mit der Führung Wohnen im Welterbe“ kennen.

Grün

Der Göbelplatz und der große Volkspark Jungfernheide. Beide etwa zeitgleich mit der „Großsiedlung Siemensstadt“ erbaut. Beide haben den Status eines Gartendenkmals.
Der Volkspark zur körperlichen Erbauung angedacht und ein Überbleibsel großer Planungen Charlottenburgs.
Der Goebelplatz wurde seinerzeit „Marktplatz“ genannt. Um ihn herum sollte es anders aussehen. Heute stehen hier Wohnbauten, errichtet im Heimatstil der Nationalsozialisten.
Der Grünstreifen zwischen U-Bhf Halemweg und Popitzweg. Eine Schneise, die auch zu den damaligen Planungen Charlottenburgs gehörte. Seinerzeit nur auf Karten existent, dann durch Albert Speer erstmals umgesetzt, später von Hans Scharoun in seine Planungen integriert.
Dies sind die drei großen Grünanlagen. Auffällig ist die generell aufgelockerte Bebauung. Viel Licht, viel Luft.

Wohnen

Angefangen mit der Siedlung, die heute ein Welterbe darstellt. Weiter mit den Wohnungen aus der Zeit um 1935 herum.
Dann, etwa ab Mitte der 1950er bis Mitte der 1960er Jahre, die großflächige Bebauung, wie wir sie heute entdecken.
Sozialer Wohnungsbau. Aber anders:
Aufgelockert. Farbig, teils sehr bunt. Das neue „liebste Kind der Deutschen“, das Automobil, wurde in die Planungen integriert. Erste „Shopping-Malls“ finden auch hier Einzug.
Dennoch: Zurückversetzt in die damalige Zeit, wird man weder „vom Blech“ noch von Läden erschlagen. Die architektonische Leistung kann größtenteils bis heute gewürdigt werden.
Ein Name sticht heraus: Hans Scharoun. Seine schöne Idee der Wohngehöfte konnte er nicht komplett umsetzen. Allerdings war er zufrieden. So zufrieden, das er selbst, der Erbauer der Berliner Philharmonie, hier gewohnt und gewirkt hat. Bis zu seinem Tode.

Neugierig geworden ?

Den Inhalt der Führung kann ich hier natürlich nur andeuten. Die verhältnismäßig kurze Geschichte dieses Ortsteils ist spannend und birgt überraschendes. Und er ist im Wandel. Der angesprochenen Grünstreifen wird bis 2021 umgestaltet und der Bereich um den U-Bahnhof Halemweg, inklusive der Schule, wird in wenigen Jahren komplett anders aussehen.
Lassen Sie sich überraschen.

Tip: Unsere Tour kann aus Zeitgründen die Erweiterung der Bebauung, die Paul-Hertz-Siedlung leider nicht behandeln.
Dies ist natürlich in Vorbereitung (entweder in Abänderung dieser Tour oder als Ergänzung). Speziell die besonderen Gedenkstätten und das Kloster werden Einige kennen. Wenn Sie Lust haben, erkunden Sie den Bereich selbst. Sprechen Sie mich gerne an, wenn Sie Tipps benötigen.

Exklusiv.

Zu ausgewählten Terminen inklusive ist „ein exklusiver Besuch auf höchstem Niveau“: Das museal erhaltene Atelier von Hans Scharoun über den Dächern von Charlottenburg-Nord. Hier lebte und arbeitete der Architekt der Philharmonie bis zu seinem Tode.


Zeitung & Radio

Zum ehemaligen Atelier von Hans Scharoun gibt es zwei ganzseitige Zeitungsartikel mit mir:

Ebenso wurde ein kleines Feature mit meinem
Kooperationspartner, der Scharoun-Gesellschaft und mir als Gast
für rbb kulturradio ausgestrahlt:

Die im Beitrag genannten Öffnungszeiten zum „Tag des offenen Denkmals“ sind ab 2019 verändert.
Bitte informieren Sie sich jährlich ab Mai im offiziellen Programm.


Besuchsmöglichkeiten
des ehemaligen Ateliers von Hans Scharoun

Wie schon die Vorbesitzerin, hat sich auch die derzeitige, die Deutsche Wohnen SE, klar für den Erhalt dieser architektonischen Perle ausgesprochen. Von der Deutsche Wohnen SE wurde ich vor einigen Jahren mit der Schlüsselverwaltung beauftragt.
Über das Jahr hinweg ist ein Besuch normalerweise ausschließlich Fachbesuchern vorbehalten: Nachdem sie eine Genehmigung* der Deutsche Wohnen SE erhalten haben, führe ich sie hoch.
Einzig am Berliner „Tag des offenen Denkmals“ (immer das zweite Wochenende im September) ist es jeweils nachmittags öffentlich zugänglich. Diese Termine sind entsprechend sehr stark ausgelastet und müssen seit 2019 mittels Voranmeldung und Limitierung der Besucherzahl reguliert werden.
Die oben beschriebene Führung ist die einzig autorisierte, mit der Sie das Atelier besuchen können. Ganz entspannt.

* Zum Schutz des Ateliers und auch der Hausbewohner gegen eine zu hohe Besucherfrequenz ist eine Genehmigung an bestimmte Bedingungen geknüpft. Fragen Sie hierzu gerne über das Kontaktformular für Sonderthemen bei mir an.

Treffpunkt:„Infostation Siemensstadt“
am Goebelplatz
Anschrift:Goebelstr. 2, 13627 Berlin
Anbindung:U7 Bahnhöfe „Halemweg“ oder „Siemensdamm“, plus etwa 8 Gehminuten.
Bus 123, Haltestelle „Goebelplatz“ fast vor der Tür.
Endpunkt:Die Tour endet am U-Bahnhof „Jakob-Kaiser-Platz“
CarSharing:Fahrten von WeShare, DriveNow, Car2Go, ShareNow können entlang des
Siemensdamm beendet werden (am Besten nah der S-Bahnbrücke).
Von dort sind es dann etwa 8-10 Gehminuten zum Treffpunkt.
Direkt am Endpunkt befindet sich eine Jelbi-Station.
Atelier:Beachten Sie, dass sich das Scharoun-Atelier in einem normalen Wohnhaus befindet. Nehmen Sie bitte entsprechend Rücksicht.
WICHTIG:Die Teilnahme an den Führungen erfolgt auf eigene Gefahr.
Es können Foto- oder Videoaufnahmen erstellt werden, die eventuell für Veröffentlichungen mit Bezug zu „Mann mit Hut Touren“ verwendet werden.
Mit einer Teilnahme erklären Sie sich damit einverstanden (Rechtshinweis HIER).
Selbstverständlich freue ich mich auch immer über Fotos/Videos, die mir von Teilnehmern zugesandt werden. Bitte nennen Sie mir den Namen, der im Falle einer Nutzung neben dem Foto stehen soll und verwenden Sie diese Email:
info@mannmithuttouren.de oder nutzen Sie den Hashtag #MmhtBln
Vielen Dank